Man soll oder darf nicht mehr rausgehen unter Leute, hat die Wohnung durchgeputzt oder auch keine Lust dazu – und schon stellt sich die Frage: was kann ich tun?

Wer mit Arbeit für das home office eingedeckt ist, hat zunächst keine Langeweile. Aber ob das dagegen hilft, dass einem die Decke auf den Kopf fällt?

Wer sich nicht hängen lassen und vielleicht auch noch etwas für sich tun will, sollte sich einen grundsätzlich strukturierten Tagesablauf geben. Das steigert die Chance, am Abend mit dem Tag zufrieden zu sein. Es muss vielleicht nicht gleich der Wecker sein, denn die biologische Uhr ist vielleicht gar nicht so schlecht. Man sollte aber bald aufstehen, sobald man wach ist.

Auch sollte man sich überlegen, ob man sich nicht gleich morgens anziehen und “fertigmachen” will, um sich für den Tag zu rüsten. Mahlzeiten sollten wohl auch ihren festen Platz erhalten.

Dann die nötigen Aufgaben erledigen: aufräumen, saubermachen, einkaufen. Auch sollte man sich ein wenig Bewegung verordnen: schon dafür, den Körper fit zu halten und das Immunsystem nicht zu vernachlässigen. Joggen und zügiges Spazierengehen oder Fahrradfahren sind gesund. Wer drinnen bleiben muss, kann seinen Kreislauf mit Seilhüpfen fit halten. Dreimal täglich eine Minute soll schon helfen. Ein paar Tipps gibt Sportmediziner Professor Martin Halle in sueddeutsche.de.

Überlegen Sie, was Sie schon länger vor sich herschieben und endlich anpacken können. Wollten Sie mal Ihren Kleiderschrank ausmisten, oder auch Unterlagen? Fotos aussuchen und ein Album anlegen? Die Wände in einem Zimmer streichen? Etwas reparieren? Nebenbei können Sie Ihre CD- oder Plattensammlung durchgehen und (vielleicht schon vergessene) Musik hören.

Vielleicht sind Sie dem Trend gefolgt und haben Vorräte von Mehl, Linsen und Reis? Bei sueddeutsche.de gibt es eine schöne Rezeptsammlung dazu. Massage für die geschundene Seele ist z. B. der Kaiserschmarrn (dieses einfach umzusetzende Rezept ist allerdings sehr üppig bemessen, die Hälfte reicht schon für vier Personen).

Bleiben Sie im Kontakt mit Ihren Verwandten und Freunden. Auch wenn Sie sich nicht mehr treffen können: das Telefon, WhatsApp und Skype sind nur einige mögliche Wege, genauso auch das Briefeschreiben.

Vielleicht beschäftigen Sie auch die aktuellen Ereignisse da draußen Sie sehr, so dass Sie Tagebuch führen wollen? Oder wollen Sie Ihre Gedanken öffentlich machen oder mitteilen, was Sie aus der Situation machen? Sie können dies einerseits in sozialen Medien tun, indem Sie etwas in facebook, Instagram oder woanders posten. Andererseits können Sich auch – auf manchen Plattformen wie tumblr.com, wordpress.com oder blogger.com kostenlos – mit einem eigenen Blog (von: weblog, d. h. Internet-Tagebuch) mitteilen. Sie können hier schreiben, Filme, Tondateien oder Fotos veröffentlichen.

Und natürlich können Sie auch einen Teil des Tages dazu verwenden, endlich das Buch zu lesen, das schon solange gelesen werden will. Oder einen Film oder eine Serie gucken. Oder Musik hören – oder können Sie Musik machen, haben Sie ein Instrument, das Sie schon länger vernachlässigt haben?

Sie können viel für sich tun und so für sich das Beste aus der Situation herausholen.

Wichtig: Und schließlich am Abend, 21:00 Uhr, applaudieren wir von den Balkonen all’ jenen, die in den Krankenhäusern und da draußen unermüdlich für uns da sind.