Die Ausbreitung des Coronavirus wird international von den jeweils zuständigen Behörden dokumentiert. Sicherlich gibt es dabei unterschiedliche Maßstäbe, die schon daraus resultieren, dass in manchen Ländern weniger getestet wird als in anderen und daraus bereits sehr große Abweichungen entstehen können, selbst wenn beispielsweise gleich viele Menschen infiziert sein sollten.

Die Zahlen für Deutschland gelten im Vergleich als relativ zuverlässig, weil ein recht großer Anteil der tatsächlichen Infektionen erfasst wird. Aber auch hier dürfte es viele Menschen geben, die das Coronavirus in sich tragen (und auch verteilen), ohne dass dies erkannt worden ist (z. B. weil sich viele Menschen überhaupt nicht beeinträchtigt fühlen).

Außerdem ist zu sehen, dass die COVID-19-Erkrankung teilweise erst zwei Wochen nach einer Ansteckung ausbricht. Daher geben die Fallzahlen immer die Ansteckungen wieder, wie sie bereits einige Tage bestehen.

Die zuständige Behörde für die Beobachtung des Geschehens ist in Deutschland das Robert-Koch-Institut (RKI). Sie dokumentiert die aktuellen Zahlen im Internet.

Das weltweite Geschehen dokumentiert eine Weltkarte der Johns Hopkins University (JHU).

Eine informative Aufbereitung der Zahlen und eine Darstellung der Ausbreitungsgeschwindigkeit anhand des Zeitraums für die Verdoppelung der Ansteckungszahlen liefert die Süddeutsche Zeitung. Anhand der Angaben zum Zeitraum für die Verdoppelung der Infektionen lässt sich ein Gefühl für die Dynamik des Geschehens entwickeln. Dabei ist aber zu bedenken, dass behördliche Maßnahmen zur Verlangsamung der Ausbreitung (Schließung von Einrichtung, Verbot von Veranstaltungen, Ausgehsperren usw.) die Dynamik des Geschehens beeinflussen.